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Brennstoffe

Welche Brennstoffe gibt es?

Feuer braucht Nahrung und das erhält es bei einem kontrollierten Heiz- oder Verbrennungsprozess durch sogenannte Brennstoffe. Als Brennstoff für den Kamin oder Kaminofen eignen sich diverse Materialien, doch nicht alle haben den gleichen Brennwert oder sind für jede Feuerstelle gleich gut geeignet. Wir zeigen Ihnen hier die gängigsten Brennstoffe und deren jeweilige Vor- und Nachteile.

Holz

Eichenholz-ScheiteEichenholz-Scheite © Carsten Jünger-pixelio.deAllein beim Brennstoff Holz gibt es diverse Spielarten, seien es die klassischen Holzscheite diverser Baumarten, Altholz oder Resthölzer der holzverarbeitenden Industrie. Holz hat einen relativ hohen Wassergehalt von 35 bis 50 Prozent, der entweder durch Lagerung oder durch Trocknung auf unter 16 Prozent gesenkt werden muss. Erst dann ist es zum Verfeuern geeignet.

Bei Holzscheiten unterscheidet man zwischen Hart- und Weichholz. Dies hängt von der Rohdichte des Holzes ab. Liegt diese unter 550kg/m³ spricht man von Weichholz, darüber von Hartholz. Je dichter also ein Holz ist, umso weniger Raum für Feuchtigkeit enthält es, desto mehr Holzmasse steht bei der Verbrennung zur Verfügung und somit ein entsprechend höherer Brennwert.


Hartholz - Weichholz

Heiz- und Brennwerte von HolzartenHartholz wie z.B. Eichenholz hat durchgängig einen höheren Brennwert als Weichholz wie z.B. Nadel- oder Pappelholz. In der nachfolgenden Brennwert-Tabelle können Sie die Werte für die verschiedenen Holzsorten nachlesen.

Neben dem höheren Brennwert bietet Hartholz aber noch weitere Vorteile: 

  • Geringer Harzanteil sorgt für einen ruhigen Verbrennungsprozess
  • Gute Lagerfähigkeit wegen seiner hohen Resistenz gegen Umwelteinflüsse wie Witterung, Fäulnis oder Ungezieferbefall

Die Nachteile von Hartholz hängen mit seiner Dichte zusammen:

  • Hohes Gewicht verursacht größeren Transportaufwand
  • Hohe Dichte erfordert größeren Krafteinsatz bei der Bearbeitung (Holzzerkleinerung oft nur mit Spaltmaschine und Kreissäge machbar)


Holzarten

Die handelsüblichsten Hölzer in Deutschland sind wohl Buchen-, Eichen-, Birken-, Kiefer- und Fichtenholz. Der Brennwert von Fichtenholz ist nicht besonders gut und dennoch wird dieses Holz wegen seiner großen Verfügbarkeit gerne gekauft und verfeuert. Am besten eignet es sich zum Anheizen, da es sich schnell entzünden lässt und leicht anbrennt.

Vorteile Fichtenholz:

  • Günstiger Brennstoff
  • Schnelle Holztrocknung
  • Schnelles Anbrennen

Nachteile Fichtenholz:

  • Geringerer Brennwert
  • Sehr harzig, daher nur bedingt für offene Kamine geeignet (Funkenflug)


Nadelhölzer gelten als Weichhölzer mit geringem Brennwert. Eine Ausnahme bildet Kiefernholz. Das im Vergleich recht harte Nadelholz hat einen mittleren Brennwert und ist wegen seines angenehmen Harzduftes, der bei der Verbrennung besonders intensiv hervortritt, beliebt.

Vorteile Kiefernholz:

  • Günstiger Brennstoff
  • Schnelle Holztrocknung
  • Schnelle und heiße Verbrennung

Nachteile Kiefernholz:

  • Geringerer Brennwert
  • Harzig, daher nur bedingt für offene Kamine geeignet (Funkenflug)


Ein weiteres heimisches Gehölz ist die Birke. Birkenholz hat durchaus gute Brennwerte und wird gerne als Anzündholz genutzt. Da es ein wetterbeständiges Holz ist, lässt es sich gut lagern.

Vorteile Birkenholz:

  • Guter Brennwert
  • Ruhiges Flammenbild
  • Wohltuender Geruch

Nachteile Birkenholz:

  • Langsame Holztrocknung
  • Relativ hohes Gewicht
  • Schlechte Spaltbarkeit


Das wegen seiner hervorragenden Heizeigenschaften besonders begehrte Buchenholz wird fast überall angeboten. Oft auch als Stammholz zu günstigeren Preisen. Da sich dieses Holz sehr gut spalten lässt, kann so ein Stammangebot durchaus attraktiv sein.

Vorteile Buchenholz:

  • Hoher Brennwert
  • Ruhiges, gleichmäßiges Brandverhalten ohne Funkenflug

Nachteile Buchenholz:

  • Langsame Holztrocknung
  • Schwer


Die wohl härteste und witterungsbeständigste heimische Holzart ist das Eichenholz. Wegen seines hohen Brennwertes und seines guten Brandverhaltens wird Eichenholz gerne als Kaminholz eingesetzt.

Vorteile Eichenholz:

  • Langsamer Abbrand, wenig Funkenflug
  • Gute Glutbildung

Nachteile Eichenholz:

  • Langsame Holztrocknung
  • Schwer


Holzbriketts

HolzbrikettsHolzbriketts © Wieselpixx - Fotolia.comEine Alternative zu klassischem Holz sind Holzbriketts. Diese aus Holzabfällen hergestellten Presslinge haben einen sehr guten Heizwert. Dieser wird durch die starke Verdichtung der Holzspäne und den extrem niedrigen Wassergehalt (unter 10% Restfeuchte) in den Briketts erzielt. Die vorwiegend aus Sägewerken stammenden Resthölzer werden bei der Produktion zerkleinert und die Holzmasse ohne Bindemittel zusammengepresst. Dadurch verbrennen Holzbriketts relativ schadstoffarm. Durch das Produktionsverfahren ist dieser Brennstoff zwar teurer als herkömmliches Holz, hat dafür aber einen sehr viel höheren Brennwert.

Vorteile Holzbriketts:

  • Hoher Brennwert
  • Platzsparende Lagerung durch kompakte Form
  • Geringe Aschebildung

Nachteile Holzbriketts:

  • Etwas teurer als Holz
  • Schlechtere Ökobilanz als Holz
  • Produktionsbedingte Qualitätsmängel (unerwünschte Beimengungen)


Rindenbriketts

Bei der industriellen Verarbeitung von Holz, wird die Rinde von den Stämmen geschält. Die abgeschälte Rinde wird geschreddert und getrocknet bevor sie zu Rindenbriketts weiterverarbeitet wird. Dies geschieht wie bei den klassischen Holzbriketts unter hohem Druck in der Presse. Rindenbriketts werden wegen ihrer besonders guten Gluthaltungseigenschaften geschätzt.

Vorteile Rindenbriketts:

  • Hoher Brennwert von ca. 4,8 – 5,2 KWh/kg
  • Platzsparende Lagerung durch kompakte Form
  • Lange Gluthaltung – bis zu 12 Stunden möglich

Nachteile Rindenbriketts:

  • Ca. 20-40% teurer als vergleichbare Holzbriketts
  • Nicht überall erhältlich
  • Schlechtere Ökobilanz als Holz
  • Anfallender Verpackungsmüll aus Kunststoff


Holz-Pellets

Holz-PelletsHolz-Pellets © Sergej Toporkov - Fotolia.comDie aus Hackschnitzeln oder Sägespänen hergestellten Holz-Pellets sind kleine zylindrische Stäbchen, die wie die großen Briketts unter hohem Druck zusammengepresst wurden. Es gibt sie in verschiedenen Dicken (6-10mm) und Längen. Für Holz-Pellets gibt es Normen und dennoch kann die Qualität der kleinen Brennstäbe erheblich schwanken. Nicht jede Pellet-Charge ist für jeden Pellet-Ofen geeignet. Achten Sie besonders auf die Vorgaben des Ofenherstellers.


Qualitätkontrolle

Schon das Aussehen eines Holz-Pellet sagt viel über seine Qualität aus. Eine glatte Oberfläche ohne Längsrisse ist auf jeden Fall ein gutes Qualitätsmerkmal. Eine geringe Restfeuchte von unter 10%, ein guter Heizwert und ein minimaler Abriebwert (hochwertige Holz-Pellets haben einen Abrieb von maximal 1%) sind ebenfalls Kriterien, die für die Pelletqualität sprechen. Ein Dumping-Preis weit unter dem normalen Preisniveau für Holz-Pellets ist hingegen oft ein Indikator für mangelhafte Ware. Ofenhersteller bieten deshalb häufig einen Kontrollservice für Pelletware an. Dies ist im Zweifelsfall die bessere Lösung, wenn man sich beim Pelletkauf über die angebotene Qualität nicht sicher ist. Die Freigabe durch den Ofenhersteller sichert einem außerdem die volle Gewährleistung des Ofens.


Passende Größe

Wer für seinen Pellet-Ofen eine automatische Zuführung hat, sollte daran denken, dass die Holz-Pellets möglichst kurz sind und den Durchmesser des Zuführungsrohres nicht überschreiten. Im schlimmsten Fall kann das nämlich zu einem Pelletstau im Rohr führen.


Kohle

SteinkohlebrikettsSteinkohlebriketts © sonne fleckl - Fotolia.comDer fossile Brennstoff Kohle spielt als Energieträger für Kaminöfen eine eher untergeordnete Rolle. Kohle ist zwar relativ preisgünstig, entwickelt aber beim Verbrennen diverse klimaschädliche Substanzen und ist daher nicht empfehlenswert. Die im Tagebau gewonnene Braunkohle oder im Grubenbau gewonnene Steinkohle wird zu Briketts verarbeitet. Diese werden häufig noch in Dauerbrandöfen wegen ihrer guten Gluthaltungseigenschaften verbrannt. Kohle hat als Brennstoff lediglich bei Grillkaminen noch eine große Bedeutung. Hier kommt sie als Eierbriketts oder lose Kohlestücke zum Einsatz.


Ethanol

Ein weiterer Brennstoff ist Ethanol. Dieser reine und farblose Alkohol ist leicht entzündlich und kommt in verschiedenen Aggregatzuständen vor allem in Kaminen ohne Abzug oder sogenannten Gel-Kaminen zum Einsatz. 


Ethanol-Gel

So gibt es Ethanol in Gelform. Seine gallertartige Konsistenz erhält er durch die Zugabe von zellulosehaltigen Verdickungsmitteln. Bei der Verbrennung von Ethanol-Gel nimmt man einen charakteristisch, süßlichen Geruch wahr und es entstehen schadstoffhaltige Verbrennungsrückstände. Ethanol-Gel wird in einer speziellen Kaminform, dem Gel-Kamin, verbrannt.


Bioethanol

Dagegen ist der aus Pflanzen gewonnene flüssige Bioethanol geruchsneutral und verbrennt ohne Rückstände. Er wird häufig kanisterweise verkauft und kommt dann in Bioethanol-Kaminen und Tischfeuern zum Einsatz.

 

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